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Hansruedi Vetsch

Chile – Freundschaften - Chile Reise 2016

Pastor Miguel in Frauenfeld (Foto: Hansruedi Vetsch)

Während des Studienurlaubes von Pfr. Hansruedi Vetsch und durch Gemeindereise sind Freundschaften vielen Menschen entstanden. Die Welt näher bringen und sie zu verstehen, das war das Ziel des interkulturellen Austausches von Pfr. Vetsch mit der Chile Reise Gruppe 2016.
Hansruedi Vetsch,
Gestaunt haben die Gottesdienstbesucherinnen und - besucher als am 13. November Pastor Miguel aus Chile die Predigt gehalten hat. Pfr. Andreas Bändiger hat ihn dazu eingeladen. Ein wunderschönes Beispiel, wie Freundschaften mit Chile umgesetzt werden können.

Das kam so: Auf der Chile Reise 2016 haben unsere Gemeindeglieder, die daran teilgenommen haben, viele Freundschaften schliessen können. Auch mit Pastor Miguel, der erst kürzlich ordiniert wurde. Er arbeitet in Valparaiso, wo die evangelischen Kirche kaum noch Mitglieder hat, weil die meisten in die Nachbarstadt Vina umgezogen sind. So öffnet er die Kirche der Ökumene: Gemeinsam mit anderen Kirchen beginnt er Gottesdienste für Menschen auf der Strasse zu organisieren, bietet Einführung in die Bibel an für Bibelferne, organisiert ein Band für moderne Gottesdienste und vieles mehr. Diesen Enthusiasmus ist auch dem Lutherischen Weltbund in Genf aufgefallen und so wurde er zu einer Konferenz über "Zeitgemässe Mission" eingeladen. Wenn er schon mal in der Schweiz war, wollte seine neuen Schweizer Freunde in Frauenfeld unbedingt besuchen. Und Pfr. Andreas Bänziger hat ihn dann eingeladen im Gottesdienst nicht nur ein kurzes Grusswort an die Gemeinde zu richten, sondern auch die Botschaft Jesu Christi in der Predigt zu teilen. Übersetzt wurde die Predigt von Hans Stettler, unserem ehemaligen diakonischen Mitarbeiter und Organisten, der auch auf der Chile Reise dabei war.


Ökumene als weltweite Solidarität. Ein Reiseteilnehmer haben es auf den Punkt gebracht: Im Singen bekannter Kirchenlieder Melodien mit spanischem Text im chilenischen Gottesdienst, wurde, was Ökumene heisst: Verbundenheit und Freundschaft mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt.


Jesus erzählt uns die Geschichte des barmherzigen Samariters als Vorbild, wie wir handeln sollen: Sich dem Nächsten anzunehmen, ihm helfen und mit einer Spende sein Leben wieder zu ermöglichen. Sich der Ärmsten annehmen, das tut Schwester Karoline seit über 40 Jahren. Sie hat nie gefragt, wie sie das alles zahlen kann, sondern darauf vertraut, dass Gott ihr Menschen zur Seite stellt, die ihr mittlerweile riesiges Hilfswerk mittragen. Über 800 Kinder in Kinderkrippen und Kindergarten, in Heimen für Obdachlose, Menschen mit Behinderung und Drogensüchtige, eine Krankenstation und vieles mehr. Eines ihrer ersten Projekte war der Bau einer Kirche, in der die Mitarbeitenden sich für die getane Arbeit sich gegenseitig Kraft geben und Gott danken können.


Vor einigen Jahren konnte mit der Kollekte einer Beerdigung aus unserer Gemeinde ein grosses Zimmer in einem Schulhaus der evangelischen Kirche im Armenviertel von Santiago de Chile gebaut werden. Heute ist darin die Bibliothek mit Aufgabenhilfe. Hier werden Kleiderspenden verteilt. Als wir das Schulhaus besucht haben, wird gerade für eine alleinerziehende Mutter gesammelt, deren Haus mit allem Hab und Gut vollständig abgebrannt ist. Die Sala Lea Rieder ist der Schule zum Symbol der Nächstenliebe geworden.


Wer sich dem Ärmsten annimmt wird offen, für die Nöte der Welt. So auch Sylvia Schnyder, die Gründerin des Kinderheims Las Mariposas, rund 300 km südlich von Santiago de Chile. Nach der Aufnahme von verwahrlosten Kinder von der Strasse, durften minderjährige Mütter mit ihren Kinder hier ein zu Hause finden. Und seit kurzem bereichern Senioren, die vor sich hin vegetieren mussten, das Generationendorf. Die Not macht erfinderisch aber auch solidarisch.

Aus diesen entstandenen Freundschaften und Kontakte kann auch unsere Gemeinde und interessierte Gemeindeglieder weiterhin teilhaben. Pfr. Hansruedi Vetsch hat hierzu weitere Informationen und bekommt regelmässig neue Berichte.
Bereitgestellt: 13.12.2016      
aktualisiert mit kirchenweb.ch