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Andreas Bänziger

Studienurlaub Pfr. Andreas Bänziger (5)

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P.Scazzero: Glaubensriesen - Seelenzwerge

Warum ziehen sich viele Christen aus der Gemeinde zurück?
Warum sieht man so wenig Veränderung im Leben von Christen?
Wie hängen emotionale Reife und geistliche Haltung zusammen?
Pfr. Andreas Bänziger,
Peter Scazzero: Glaubensriesen – Seelenzwerge?
Geistliches Wachstum und emotionale Reife
Brunnen, 2008 ; ISBN : 978-3-7655-1411-1

1. Die Eisberg-Spiritualität
Der Autor stellte fest, dass er geistlich und emotional auf einer unreifen Entwicklungsstufe stehengeblieben war. Etwas war faul!
Viele Christen werden zu innerlichen oder äusserlichen Aussteigern (aus der christlichen Gemeinde), weil sich ihr Leben nicht wirklich geändert hat trotz allem religiösen Wissen und christlicher Aktivitäten. Emotionale Gesundheit und geistliche Reife gehören untrennbar zusammen.
Wir sind auch als Christen oft stärker von den Defiziten unserer Herkunftsfamilie geprägt als dass wir durch Christus erneuert wären.
„Während dieser ersten 17 Jahre in der Nachfolge Jesu blieben allerdings die emotionalen Aspekte meines Menschseins grösstenteils unberührt.“
Mehr Gebet, mehr Bibellesen, mehr Geist Gottes... änderten daran wenig. Wie beim Eisberg der grösste Teil unsichtbar unter Wasser ist, bleiben die Wurzeln unseres Wesens unverändert durch geistliche Aktivitäten. Das führt zu einem Doppelleben, einerseits geistlich aktiv, andererseits emotional unterentwickelt. Der Schmerz, gegen eine Wand zu laufen wird zum Auslöser von Veränderung.

2. Symptome einer ungesunden Spiritualität
a) Sich in Arbeit stürzen, um Bestätigung zu erhalten
b) Gefühle unterdrücken (Ärger etc.)
c) Die eigenen Sehnsüchte verleugnen
d) Den Einfluss unserer Herkunft(sfamilie) verleugnen
e) Aufspaltung in säkulare und heilige Bereiche unseres Lebens
f) Etwas für Gott tun, anstatt mit ihm leben
g) Konflikte geistlich übertünchen
h) Schwachheit verdecken, gespielte Stärke
i) Eigene Grenzen nicht respektieren
j) Über andere urteilen

3. Emotionale Gesundheit und vertiefte Spiritualität
„Christen müssen dem „Tier“ (Offenbarung) dort, wo es sich in der Kultur ihrer Generation ausdrückt, widerstehen.“
a) Entschleunigung
b) In Gottes Liebe verankert sein (Sein statt Haben)
c) Von Illusionen befreit werden

Teil II: Wege zu einer emotional heilsamen Spiritualität
4. Erkenne dich selbst, damit du Gott erkennst

Theresa v. Avila: „Fast alle Probleme des geistlichen Lebens haben ihren Ursprung in mangelnder Selbsterkenntnis.“
Es ist wichtig, unsere Gefühle zuzulassen, darüber nachzudenken, mit Hilfe Jesu darauf zu reagieren. Gott spricht durch Gefühle zu uns, manchmal auch durch Schmerzen in unserem Körper.
Es gibt 3 Versuchungen:
a) Ich bin was ich tue
b) Ich bin was ich habe
c) Ich bin was andere von mir denken
„Es kann passieren, dass unser falsches ICH so sehr Teil von uns wird, dass wir gar nicht mehr erkennen, auf welchem Holzweg wir sind.“ Wir müssen ein authentisches ICH entwickeln:
a) Zeit für Stille
b) Mentoring
c) Veränderung zulassen, das braucht Mut

5. Ein Schritt zurück, damit der Weg nach vorn frei wird
Die Segnungen und Sünden der Herkunftsfamilie (2-3 Generationen) prägen, wer wir sind. Wir unterschätzen diesen Einfluss häufig, vor allem als junge Christen. Wir müssen prägende Muster erkennen, um Veränderung zu erfahren. Häufig muss es zu einer Krise kommen, damit wir einen Veränderungsprozess beginnen.
Es gibt 4 verschiedene Familientypen:
1. Anarchie/Chaos
2. Diktatur
3. Unterschwellige Manipulation
4. Vertrauen, Team / Freunde
Ein biblisches Beispiel dafür ist Joseph:
- Gott macht aus Fehlern und Sünden der Familie etwas Gutes
- Joseph steht zum Schmerz, den seine Familie ihm zugefügt hat
- Er schreibt zusammen mit Gott sein Drehbuch neu
- Joseph wird mit Gott zum Segen

6. Der Weg durch die Mauer
„Die meisten verstehen nicht, dass es unvermeidlich ist, diese Erfahrung einer Mauer zu machen, wenn wir auf unserem Glaubensweg zu grösserer Reife finden wollen.“ Johannes vom Kreuz (mittelalterlicher Mystiker) bezeichnete diese Erfahrung mit „die dunkle Nacht der Seele“:
- Gott, warum?
- Dunkelheit, Hilflosigkeit
- Erschöpfung
- Niederlage
- Leere
- Glaube funktioniert nicht
Gott führt uns durch die Mauer hindurch, um uns eine neue Identität zu schenken, indem wir in Gottes Liebe ruhen. Wir erfahren, dass Gott grösser ist als wir verstehen. Wir lernen, auf Gott zu warten. Wir werden unabhängiger von irdischen Belangen.

7. Trauer und Verlust
„In unserer Kultur ist Sucht die häufigste Reaktion auf Schmerz.“ Von Hiob können wir folgendes lernen:
- sich dem Schmerz stellen
- Die verwirrende Wartezeit aushalten
- eigene Begrenzungen annehmen
- Demut
- Loslassen und Veränderung zulassen

8. Wege zu einer vertieften Spiritualität
Stundengebet und Sabbat

9. Emotional erwachsen werden – Liebe lernen
„Aus unserer Verbundenheit mit Gott im Gebet soll eine liebevolle Aufmerksamkeit für die Menschen erwachsen.“
Bereitgestellt: 09.07.2009      
aktualisiert mit kirchenweb.ch