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Marcel Keller

Zweimonatsbild Februar/März 2018

018a<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1019</div><div class='bid' style='display:none;'>6227</div><div class='usr' style='display:none;'>15</div>

Holzschnitt von Heinz Keller, 1973
épreuve d’artiste
Ursula Bollack,
Auf den ersten Blick ist es eine recht heitere Szene mit dem auf einer Treppe stehenden Marionettenspieler, dem Flötisten neben ihm und der Frau im Hintergrund. Fast schon meint man auf einem Jahrmarkt zu sein, den Duft gebratener Mandeln, Zuckerwatte oder von Würsten in der Nase.

Der bärtige Hauptakteur lässt mit einem Lächeln auf dem Gesicht seine anmutige, kleine Puppe tanzen. Eine Ballerina ist sie oder gar eine Prinzessin mit sanftem Ausdruck, langen Wimpern und Röcklein.
Ein dunkler Vorhang hängt im Hintergrund an einer Stange.

Der Flötenspieler, der barfuss in sein Instrument bläst, wirkt etwas müde oder gar gelangweilt. Vielleicht sind es immer dieselbe Melodien, die er wiederholen muss.
Auch die Frau hat ganz hinten hat ein ernstes Gesicht und etwas leere Augen. In der rechten Hand hält sie einen Teller und in der anderen eine Puppe mit maskenhaftem Antlitz.

Irritiert entdeckt man hinter dem Puppenspieler plötzlich das Skelett, das ebenfalls an Fäden hängt. Ob der Tod im Leben immer in einem gewissen Sinne mittanzt? Oder zumindest sehr nah ist?

Es ist hart verdientes Geld, das die Menschen auf dem Bild bei Frost, Regen oder Hitze bekommen.

Für die Kunstkommission: Ursula Bollack-Wüthrich



Weitere Informationen zu den 2-Monats-Bildern finden Sie auf der Infoseite: http://www.evang-frauenfeld.ch/2-monatsbild

Bereitgestellt: 01.02.2018     
aktualisiert mit kirchenweb.ch