Facebook

Andreas Bänziger

Editorial August-Kirchenbote

Senioren<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>189</div><div class='bid' style='display:none;'>674</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Senioren

In oder out?
Willkommen seien alle Heimgekehrten,
die aus dem Süden und die aus dem Norden,
die aus dem Osten und die aus dem Westen!
Pfrn. Barbara Keller,
Viele haben wieder in der Ferne nach dem Anderen gesucht und geforscht. Viele sind aus der Gewöhnlichkeit des Alltages geflüchtet, um das Besondere zu erleben. Sie wollten mit der Wahl ihres Ferienortes «in» sein. Je weiter, je sonniger, je teurer, je «in».– Nur wenige sind hier geblieben, haben die verkehrsfreien Strassen genossen, die Weite des Schwimmbades, die leeren Tische in den Restaurants, die Ruhe in der Stadt. Sind diese nun «out»?

Schnell noch 1. August gefeiert, dann beginnt schon bald der Kindergarten für die Kleineren, für die Grösseren die Schule und für die Erwachsenen die Arbeit. Fortsetzung oder Neubeginn? Ich denke, das hängt von der Einstellung ab. In oder out?

In oder out! War auch das Thema der diesjährigen Seniorenferien. Für einmal nicht alleine, für einmal innerhalb einer Gruppe Gesellschaft erfahren, für einmal wichtig genommen, für einmal nicht zum alten Eisen gehörend, aufs Abstellgleis gesetzt; alleine. Das tut gut.

Durch das Erlebte in den Ferien kann die Fortsetzung zuhause zu einem Neubeginn werden, kann man die gewonnenen Eindrücke und Erlebnisse in den Alltag einbeziehen. – Ebenso kann durch die Ruhe und Sonne, durch die Wärme und die Weite zuhause die Fortsetzung eine Tiefe erfahren, kann das Gewohnte in einem neuen Licht gesehen werden.

Ob zuhause geblieben oder in die Ferien gereist: wichtig ist, dass man die innere Freude nicht verloren, sondern sie in den Alltag einbezogen hat. Das verbindende Gute, das neue Glück findet man nicht nur in der Ferne, aber auch nicht nur zuhause. Es ist jene Kraft, die verbunden ist mit dem göttlichen Licht, das in uns allen erscheint. Denn bei IHM sind wir alle immer «in». Und das tut gut.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine fruchtbare Erntezeit.
Ihre Pfarrerin Barbara Keller

Die Offenbarung
Hinter seinem gütigen Blick
lag unendlich viel Trauer.
Sein Aussehen täuschte.
Er war nicht aus der Fassung
zu bringen.
Seine Augen und Ohren
waren nach innen gewandt.
Er hörte die Vögel nicht singen.
Er sah die Bäume im Wald nicht mehr.
Er konnte nicht beten.
Bis eine Hand ihn berührte,
die ihn mit Liebe
aus dem Verlies
des eigenen Selbst
in die Weite des Kosmos führte
Er entdeckte auf einmal
Vögel und Birken,
Menschen und Tiere als
Quellen der Freude.
Seit jener Stunde
sah er Gott in Menschengestalt
und war sich gewiss:
Er wird nie mehr
alleine sein.
Bereitgestellt: 10.08.2006      
aktualisiert mit kirchenweb.ch