Facebook

Barbara Keller

Text von Konfirmandin

Livia<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>672</div><div class='bid' style='display:none;'>3706</div><div class='usr' style='display:none;'>3</div>

Livia

Glück und Freiheit
Wenn wir die Naturwissenschaft fragen, was Glück sei, dann bekommen wir eine recht nüchterne Antwort: "Glück empfinden wir, wenn die Nervenzellen im Hirn die Hormonschleusen öffnen und die Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Oxydocin den Puls und den Atem beschleunigen und die Haut kribbeln lassen. Gesteuert wird das ganze vom limbischen System, das am Boden der Grosshirne liegt und von Hyppocampus und Mandelkern bestimmt ist.
Adrenalin und Noradrenalin wirken ebenfalls positiv auf die Stimmung, da sie die körperliche Leistungsfähigkeit und den Geist anregen. Bei grösseren Anstrengungen schüttet der Körper ausserdem Endorphine aus, Stoffe, die Schmerzen lindern und Euphorie hervorrufen."
Ich weiss nicht, ob das weiter hilft. Aber es gibt ja Menschen, die sich gezielt so ernähren, dass die Ausschüttung von Glückshormonen gefördert wird: Schokolade und Bananen tragen z.B. sehr zu Glücksgefühlen bei. Wenn man die Mundwinkel hochzieht, werden dadurch ebenfalls Glücksstoffe im Körper ausgeschüttet. Wenn wir also jeden Tag Schokolade und Bananen kauend unser Spiegelbild angrinsen, sind zumindest biologisch alle Voraussetzungen zu einem glücklichen Leben gegeben. Aber das kann man ja auch nicht dauernd machen. Deshalb streiten sich Experten schon lange, ob es Glück wirklich gibt. George Bernard Shaw bemerkte bissig: „ Ein immerwährender Festtag ist die beste Definition der Hölle.“
Wenn man das ganze ethisch betrachtet, wird es auch nicht einfacher. Da tauchen Fragen auf wie: Weshalb gibt es Glück?
Wenn etwas passiert, ist es Glück oder Zufall?
Oder ist es gar Schicksal?
Über die Antworten dieser Frage könnte man sich lange streiten. Ich finde, jeder Mensch sollte an Glück glauben. Denn wenn man nicht an Glück glaubt, lächelt man nicht mehr und hat keine Lust zum Leben. Ist es mit der Freiheit dasselbe? Gibt es immerwährende Freiheit wirklich? Oder bilden wir uns das nur ein? Was ist Freiheit genau? Ist es ein perfektes Leben zu führen? Ist es die ganze Zeit nichts tun? Findet man die Freiheit wirklich in der Weite der Prärie? Ist 'über den Wolken die Freiheit wirklich grenzenlos'? Ich denke, Freiheit ist das Leben. Denn, wenn wir nicht leben, haben wir logischerweise keine Freiheit. Wenn man nach seinem eigenen Lebensmotto lebt, wie ich z.B. „Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!“, dann ist man bestimmt frei. Frei von Lebensungewissheiten, Langeweile (da man etwas zu erreichen hat) was wollen wir noch? Gott hat uns unser Leben gegeben, also sollten wir es auch mit Glück und Freiheit entgegennehmen.
Bereitgestellt: 30.05.2011      
aktualisiert mit kirchenweb.ch