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Wolfgang Ackerknecht

Der Reichtum der Beziehungen

15 Jahre lebte Christian Schneider mit seiner Familie in den Slums von Manila. Im Buch ?Himmel und Strassenstaub? berichtet er mit seiner Ehefrau über diese Zeit in der 12-Millionenstadt auf den Philippinen. An der Buch-Präsentation im evangelischen Kirchgemeindehaus berührten die Erlebnisberichte die Besucher.
Wolfgang Ackerknecht
Der 1996 gegründete Dienst Onesimo hat 40 vollzeitliche Mitarbeitende, fast durchwegs Philippinos, die in den Armenvierteln der Hauptstadt wohnen und hunderte von Teenagern und Kids betreuen. Viele dieser Kinder lebten alleine, unter Brücken oder auf Trottoirs. Wenn es gelingt, sie zum Wechsel ins Camp zu bewegen, dann erhalten sie während sechs Monaten Betreuung und Unterstützung, um sich wieder auf den Einstieg ins Gesellschaftsleben vorzubereiten. Alle in der Schweiz gesammelten Spenden werden vollumfänglich für die Arbeit in Manila eingesetzt, da in der Schweiz die Vorstandsmitglieder ehrenamtlich mitarbeiten. Interessierten stehen auch Patenschaften für 50 Franken monatlich offen, die einem Kind die Möglichkeit geben, die Schule besuchen zu können. Zu den tiefsten Erfahrungen der Familie Schneider zählen die Gastfreundschaft und Geduld der Armen. Sie lernten, dass Reichtum nicht in Besitz und Status zu finden sei, sondern in Beziehung und Freundschaft. Das Basler Ehepaar berichtete auch von tragischen Begebenheiten, denn nicht alle schaffen den Weg zurück. Immer wieder sterben Kinder auch an Krankheiten. Ein Junge aus der Anfangszeit von Onesimo schaffte es nach oben. Er ist heute Mathematik-Professor und unterstützt die Arbeit in den Slums. ? In ihrem neuen Buch 'Himmel und Strassenstaub' erzählen Schneider's von vielen anderen eindrücklichen Erlebnissen mit Menschen im fernöstlichen Land. Umrahmt war der Anlass mit klassischen Klaviervorträgen von Silvia Harnisch. Für Infos: www.onesimo.ch.
www.onesimo.ch
Bereitgestellt: 01.03.2011      
aktualisiert mit kirchenweb.ch