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Simone Fuchs

Mittagessen für Alleinstehende

Mittagessen Alleinstehende —  In Gemeinschaft essen zu können nährt Körper, Seele und Geist<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>505</div><div class='bid' style='display:none;'>2617</div><div class='usr' style='display:none;'>201</div>

Mittagessen Alleinstehende: In Gemeinschaft essen zu können nährt Körper, Seele und Geist

Die «Gruppe für fröhliche Anlässe» hat auf Sonntag, 18. Oktober, alleinstehende Personen zu einem Mittagessen ins Kirchgemeindehaus eingeladen. Das Vorbereitungsteam hatte alle Hände voll zu tun, denn es kamen über 40 Gäste, die sich auf das gemeinsame Essen freuten.
Iris Gsell, «Gruppe für fröhliche Anlässe»,
Um halb zwölf treffen die ersten Gäste ein. Sie kommen aus dem Kurzdorfer-Gottesdienst. Etwas später läutet die Stadtkirche den Familien-Gottesdienst aus. Langsam füllt sich das Kirchgemeindehaus. Eine ältere Frau erzählt noch, wie sie den Gottesdienst mit den vielen Kindern genossen habe. Ihre Urenkel seien weit weg, in Australien zu Hause. Das sei ein wenig Ersatz gewesen.

Der Saal füllt sich bis auf den letzten Platz. Über vierzig Leute sind gekommen. Mit der Küchenmannschaft sind wir 48 Personen. In der Nacht hatte ich noch zwei Mal nachgerechnet, ob wir auch wirklich genug Kartoffelsalat für alle haben. Und nun ist es fünf vor Zwölf, und der Metzger ist mit dem Fleisch noch nicht da. So viele hungrige Mäuler, so viele erwartungsvolle Gesichter. Der Albtraum beginnt. Zehn Minuten später kommt die Erlösung. Das Auto des Metzgers ist in Sicht und es reicht gerade noch, ein stilles Dankgebet in mir aufsteigen zu lassen.

Von dieser Aufregung haben unsere Gäste fast nichts bemerkt. Wir heissen sie herzlich willkommen und sagen ihnen, dass wir uns über jedes, das anwesend ist, herzlich freuen. Obiger Liedervers wird gelesen und ein Tischgebet gesprochen. Viele Gesichter sind mir vertraut, immer aber hat es auch wieder neue Gäste. Oft sind es Menschen, in deren Leben sich etwas gravierend verändert hat und sie stellen fest, dass sie nun auch dazu gehören.

Nun wird das Mittagessen ausgeteilt und eine Zeitlang wird es ruhiger im Saal. Nicht lange, denn die Gelegenheit zum Gedanken-austausch muss genutzt werden, sitzen doch die meisten schon heute Abend wieder alleine am Tisch.

Dann stellt sich Karin Meyer mit ihrer Puppe Lilli bereit. Schnell wird es ruhig im Saal. Viele strahlende Gesichter schauen fasziniert auf die vorwitzige Lilli, welche die Anwesenden immer wieder zum Lachen bringt. Das Ganze wirkt so echt und man glaubt für einen Moment, man befinde sich in einer anderen Welt wo Puppen sprechen können. Mit grossem Applaus werden Karin und Lilli verabschiedet.

Spontan erfreut uns noch ein Beitrag aus der Gästerunde, der ebenfalls mit einem Applaus verdankt wird.

Nach Dessert und Kuchen geht eine zufriedene und dankbare Schar wieder auseinander.
Bereitgestellt: 21.10.2009      
aktualisiert mit kirchenweb.ch