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Andreas Bänziger

Editorial Januar-Kirchenbote

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Daniel Weber: machte 2008 ein Praktikum in der Evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld

18 Wochen Kirchenluft geschnuppert -

Als wäre es gestern gewesen, erinnere ich mich an den 17. August 2008, als ich im Familiengottesdienst in der Stadtkirche der Gemeinde vorgestellt wurde und einen herzlichen Empfang erleben durfte. Ein Tag danach startete mein 18-wöchiges Praktikum in der Kirchgemeinde Frauenfeld mit dem Hauptfokus Jugendarbeit.
Daniel Weber,
Jetzt neigt sich meine Zeit schon wieder dem Ende zu. Die vier Monate verstrichen im Eilzugstempo. Als Student des TDS (Theologisch-Diakonisches Seminar Aarau) bestand meine Zielsetzung darin, einen Einblick in die Reformierte Landeskirche zu erhalten und sich mit den Aufgabenbereichen eines Sozial-Diakonischen Mitarbeiters auseinander zu setzen. Diese Ziele in einer so grossen Gemeinde wie Frauenfeld zu verfolgen, war besonders spannend und vielseitig.

Zu Beginn hiess es dann vor allem: «Augen und Ohren auf und beobachten!». Und so lernte ich die verschiedenen Bereiche der Jugendarbeit kennen.

Ich durfte von Beginn weg auch praktisch anpacken. Meine regelmässigsten Einsätze hatte ich im Teenager-Club und im JuGodi, wo ich von den Teams herzlich aufgenommen und integriert wurde. Obwohl die Programme total unterschiedlich sind, wurden mir beide wichtig. Der TC bietet die Möglichkeit, Zeit mit den Jugendlichen zu verbringen und ihnen Werte durch Wort und Tat zu vermitteln. Der JuGodi hingegen ist ein Ort, wo es hauptsächlich um die Verkündigung der Guten Nachricht geht, was klar ein Kernanliegen der Kirche ist. Ich realisierte von neuem, wie wichtig es ist, dass diese Verkündigung auf eine für die Ju gendlichen verständliche Art und Weise geschieht.

Teil meines Praktikums war auch das Unterrichten in Religionsklassen der Oberstufe. Diese Erfahrung möchte ich nicht missen, denn es gibt nichts lehrreicheres als die gelernte Theorie in der Praxis ausprobieren zu können.

Als Höhepunkt würde ich das Teenslager in Südfrankreich bezeichnen. Bei warmem Herbstwetter mit den Jugendlichen tolle Programme absolvieren, Spass haben und dabei noch ein bisschen über das Leben nachdenken – das war wirklich cool! Zudem konnte ich in dieser Woche Kontakte mit den Jugendlichen knüpfen, welche auch später sehr wertvoll waren.

Noch vieles könnte ich anfügen, von den Vertretungen im Konfirmandenunterricht, über die Jubilaren-besuche sowie den Kreativnachmittagen mit den Kindern, bis zu der Woche im «Mitenandlager» im Wallis, aber leider reicht der Platz hier dazu nicht. Gerne denke ich jedoch an all die Ereignisse und Begegnungen zurück.
Rückblickend freue ich mich über das, was ich in Frauenfeld erleben durfte. Was mir am Job des Jugendarbeiters besondere Freude bereitete, war das Privileg, im engen Kontakt mit den jungen Men-schen zu stehen, an ihrer Welt Anteil nehmen und sie an meinen Erfahrungen teilhaben lassen zu können, in der Hoffnung, dass etwas davon für ihren weiteren Weg nützlich sein kann.

Zum Schluss bleibt ein grosses Dankeschön an die Kirchgemeinde, die mir einen Einblick in die Praxis ermöglichte und besonders an Andreas Caluori, der sich Zeit nahm, in mich und meine Ausbildung zu investieren. Ich wünsche der Kirchgemeinde Frauenfeld alles Gute und von Herzen Gottes Segen!
Bereitgestellt: 01.01.2009      
aktualisiert mit kirchenweb.ch