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Andreas Bänziger

Zum Abschied...

Christoph Wartenweiler —  Organist<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>412</div><div class='bid' style='display:none;'>1969</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Christoph Wartenweiler: Organist

von Christoph Wartenweiler, unserem langjährigen Organisten und Chorleiter
Pfr. Christoph Naegeli,
Lieber Christoph
Am Neujahrstag wirst Du Dich im Gottesdienst und mit einem Konzert von uns verabschieden. Während rund dreissig Jahren hast Du unserer Gemeinde gedient als Organist, Kirchen- und Jugendchorleiter.
Gleichzeitig warst Du mitbeteiligt bei der Entstehung und Herausgabe des neuen Kirchengesangbuches. Wenn ich an all die Sonntags-, aber auch Trau- und Abdankungsgottesdienste zurückdenke, die wir gemeinsam gestalten durften, dann werde ich erfüllt von einer tiefen Dankbarkeit. Orgelspiel und Choreinsätze waren für Dich nie blosse «Umrahmung» oder «Einlagen», sondern gleichsam tragende Mosaiksteine im grossen Gefüge. Wochen, manchmal gar Monate im voraus hast Du mich angerufen, damit wir in sorgfältiger Absprache uns auf die
liturgische Gestaltung einer gottesdienstlichen Feier einigen konnten. Dass Du Dich dabei vom «Zeitgeist»und «Zeitgeschmack
» nie hast beeindrucken lassen, war jedoch nur das Eine. In letzter Zeit hast Du Dich gleichzeitig neuen Strömungen gegenüber geöffnet, behutsam und mutig zugleich, so dass ich nur staunen konnte! Doch bis zum heutigen Tag ist für Dich die Forderung nach hoher Qualität unumgänglich geblieben. Anbiederungsversuche – welcher Art auch immer – sind Dir zutiefst zuwider gewesen! Einen Gottesdienst mit Dir vorbereiten und gestalten zu dürfen, war für mich immer eine
grosse Freude.
Für das Neujahrskonzert hast Du Dich nun an eines der schwierigsten Werke herangewagt: Bachs «Kunst der Fuge», sein letztes Werk, das unvollendet geblieben ist. Es ist dies wohl ein Gleichnis für all unser Wirken, das selbst bei grösstem
Einsatz fragmentarisch bleiben muss.
Für die kommende Zeit wünsche ich Dir weiterhin innere Freudigkeit beim Musizieren und was immer das Leben Dir bringen mag: reichen Segen!
In Dankbarkeit und bleibender Verbundenheit, Namens des Pfarr- und Mitarbeiterteams
Christoph Naegeli
Bereitgestellt: 27.11.2008      
aktualisiert mit kirchenweb.ch