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Andreas Bänziger

Vortragsreihe "Stimmungsschwankungen"

Rolf Sons<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>411</div><div class='bid' style='display:none;'>1922</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Rolf Sons

Zwei Vortragsabende:
Mittwoch, 5. November:
«Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt . . .» –
Gret Künzler, Psychologin lic. phil.
Mittwoch, 12. November:
Stimmungsschwankungen im Spiegel der Psalmen –
Rolf Sons, Pfr. Dr. theol.
jeweils 20.00 Uhr, Kirchgemeindehaus, Freiestrasse 10
Der Eintritt ist frei – die Vorträge können einzeln besucht werden
Pfr. Christoph Naegeli,
Stimmungen sind allgegenwärtig in unserem Leben. Sie bestimmen weitgehend unser
Denken, Fühlen und Tun.
Sind wir ihnen blind ausgeliefert? Wie viel Einfluss können wir auf sie nehmen?
Wäre es erstrebenswert, immer in der ausgeglichenen Mittelstimmung zu sein?
Wie verhalten wir uns in Extremlagen, in andauernd gedrückten Verstimmungen bis
hin zur Depression?
Wann ist das «Zu-Tode-Betrübtsein» als Krankheit einzustufen?
Worin liegt der Sinn der Stimmungen?
Gret Künzler, Psychologin lic. phil. aus Pfyn, war Primarlehrerin, ist verheiratet, hat
vier erwachsene Kinder, studierte in späten Jahren noch Psychologie und absolvierte
eine Zusatzausbildung in Beratung. Von 1996 bis 2006 leitete sie im Auftrag der Evangelischen
Kirchgemeinde Frauenfeld eine Gruppe für Menschen mit depressiven Störungen.
Sie ist Autorin des Gedichtbandes «Späte Lese» (2003) und des Geschichtenbandes
«Eine Kindheit lang» (2005).
Der Psalmbeter erlebt Störungen wie wir. Er fühlt sich unter seinem Leiden begraben.
Er spricht mit Gott darüber. Er hadert und er fleht. Die Klage kippt in aller Regel nicht
plötzlich in Lob und Freude um, und doch findet der Beter im Gespräch mit Gott Trost
und Geborgenheit. Auch in der Seelsorge gilt es, die empfundene Gottesferne auszuhalten,
sie weder auszureden noch zu bagatellisieren. Das Leiden bleibt ein Rätsel. Ein Heilungsprozess
kann Monate oder gar Jahre dauern und es gibt auch bei allem Glauben
keine Garantie auf Heilung. Allein die Gottesbeziehung, die trotz äusserer Not durchgehalten
wird, bleibt wie ein seidener Faden bestehen: eine Gottesbeziehung, in der
Konfliktgespräche möglich sind. Das Unterdrücken der Klage wäre Beziehungs- und
Lebensverlust.
Die den Psalmisten nachgesprochene Klage kann für den Leidenden zu einem Raum der
Hoffnung werden, in dem er sich birgt und trotz allem Gottes Nähe spürbar wird.
Prof. Dr. theol. Rolf Sons ist Studienleiter für Praktische Theologie im Albrecht-Bengel-
Haus in Tübingen, verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Einige seiner Veröffentlichungen: Der prophetische Ruf zur Umkehr im Alten Testament/
Klinische Seelsorgeausbildung/Seelsorge an der eigenen Seele/Seelsorge zwischen Bibel
und Psychotherapie/Umgang mit Stimmungsschwankungen im Spiegel der Psalmen
(www.bengelhaus.de/sons.htm)
Für die Vorbereitungsgruppe «brennpunkt alltag»: Christoph Naegeli
Bereitgestellt: 21.10.2008      
aktualisiert mit kirchenweb.ch