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Andreas Bänziger

Editorial Oktober-Kirchenbote

Eine Gruppe von Jugendlichen<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>292</div><div class='bid' style='display:none;'>1406</div><div class='usr' style='display:none;'>4</div>

Eine Gruppe von Jugendlichen

„Di hütig Jugend“
Andreas Caluori,
Diesen Ausspruch benutzen viele mal noch schnell, wenn fleissig über die Jugendlichen konferiert wird. Bei uns war alles noch ganz anders, folgt bald einmal während der hitzigen Diskussion. Interviewer zum Jugendlichen: “Bist du religiös oder Atheist?“ Jugendlicher: “Gar nichts, ich bin normal!“
Na ja, zumindest bestätigen 30 Prozent der Jugendlichen die Aussage «Mein Glaube hilft mir bei meiner Lebensgestaltung» mit ja. Die Angst und der Druck bei Jugendlichen steigen massiv. Unleistbares wird schon in der Schule verlangt, der Arbeitsmarkt sieht nicht sehr rosig aus, die Umwelt spielt verrückt, die Gesundheit steht auf dem Spiel, Kriege wo man hinhört, die Familienharmonie ist in Gefahr und auch die Clique verlangt nach Absurdem. Diese Belastungen und Unsicherheiten tragen dazu bei, dass die Jungen offener sind über Glaubens- und Lebensfragen zu diskutieren. Sie leben in einer multikulturellen Zeit. Muslime sind in der Schulklasse keine Seltenheit mehr. Fremde Religionen sind näher denn je. All das zwingt den Jugendlichen, sich Gedanken über seine eigene Religiosität und seinen eigenen Lebenssinn zu machen.
Über die Hälfte der Jugendlichen finden in der Kirche die freiwilligen Angebote, ausserschulische Arbeit inkl. Lager und Treffpunkt am besten. Auf die Frage „was sollte eure Kirchgemeinde für deine Altersstufe einführen“, nennen fast 50 % Angebote mit zeitgemässer Musik und aktuellen Themen. Dahinter mit 15 % Räume und Treffpunkte mit verbesserter Infrastruktur. Ist es denn so schwer in der Welt von heute Kirche zu sein?
Reformation bedeutet doch, jährlich, monatlich, wöchentlich, ja täglich zu überlegen und zu erkennen, was die Zeichen der Zeit sind. Bedürfnisse – besonders der Jugendlichen, Armen und Bedrängten zu unseren eigenen machen. Den Glauben ins Spiel bringen als eine Kraft, die dem Leben dient. Wir können uns auf die Suche nach Gott machen, ihm begegnen und uns vom Heiligen Geist stärken lassen. Dabei in Lebensräumen Zeuginnen und Zeugen des Glaubens sein. Ermutigen, den Ruf Gottes zu hören, ihn anzunehmen und ihm zu folgen. Gemeinschaft sein, in der Jesus lebt und Kirche sein, die in Wort und Tat dient.
Ja, wir müssen bei allen Entscheidungen und Programmen Gott ins Zentrum stellen. Mit der Jugend und nicht für die Jugend wirken. So können wir als Kirche unseren Auftrag nicht nur bei Jugendlichen wahr nehmen, wenn die Gemeinschaft in lebendiger Beziehung zu Gott den Glauben lebt, bezeugt und feiert, ursprungstreu, situationsgerecht.
Bereitgestellt: 01.10.2007      
aktualisiert mit kirchenweb.ch