LIGHTHOUSE27

IMG_8713<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1098</div><div class='bid' style='display:none;'>8593</div><div class='usr' style='display:none;'>381</div>

Zu Besuch im LIGHTHOUSE27
Raphael Schneider,
Es ist 19h: Aus dem Keller im VIVA ertönen Schlagzeug-, Keyboard- und Gitarrenklänge und bald darauf setzt eine Frauenstimme ein. Doch niemand achtet auf das, was im Keller vor sich geht. Denn oben vor dem Chrüterhuus besammeln sich etwa dreissig Jugendlichen, welche ganz aufgeregt warten, was das Leiterteam heute für Spiel und Spass im Angebot hat. Viele sind zu Fuss gekommen oder mit dem Velo, sie stehen in Gruppen zusammen und schauen immer wieder erwartungsfroh auf die Leitenden, die noch letzte Vorbereitungen treffen oder sich mit einzelnen Teilnehmenden unterhalten. Ein Leiter steht gelassen mit einer Liste am Eingang und kreuzt die Anwesenden an. Dann plötzlich erscheint das ganze Team vor dem Haus und macht mit Worten und Handbewegungen klar, dass das Programm heute auf der VIVA-Wiese stattfindet und sich doch alle dorthin verschieben sollten. In der Zwischenzeit ist es ruhig geworden im Keller, der Soundcheck ist durch und die Bandmitglieder stärken sich mit einem Pizzastück oder ruhen sich aus.

Auf der Wiese ist es alles andere als ruhig. Ein Leiter erklärt das heutige Spiel, kein leichtes Unterfangen, da dreissig Teenager bekannterweise nie gleichzeitig still und ruhig sind. Doch schliesslich sind alle in Gruppen eingeteilt und am richtigen Ort und los gehts. Ziel des Spiels ist es die eigene "Wolle", ein Wattebausch, mit Kappla so einzumauern, dass es möglichst trocken bleibt. Eine rege Auseinandersetzung entsteht, da die Teilnehmenden sich gegenseitig Klüpperli abnehmen können und damit Baumaterial einkaufen oder Wasserballone reservieren können. Es wird munter gerannt, gebaut und bald auch mit Wasserballone geschossen. Nicht alle Teilnehmenden und noch weniger alle Leitenden überstehen die letzte Spielphase ohne nass zu werden. Doch am Schluss werden mit einem Brandtest die Sieger erkoren. Eine Gruppe hat es wahrlich geschafft ihre "Wolle" fast vollständig trocken zu halten und sie erhalten, neben viel Ruhm und Ehre, ein Pack Gummibärli zur Stärkung nach ansträngender Tätigkeit.

Auf der anderen Seite des VIVA-Gebäudes wurde in der Zwischenzeit ein Apéro-Tisch aufgestellt und ein paar wenige junge Erwachsene geniessen die Ruhe vor dem Sturm. Pünktlich um 20h kommt die Horde Teenies von der Wiese angebraust und macht sich über dem Apéro her, wie die Heuschrecken-Plage in Ägypten zu Zeiten Moses.
Zwanzig Minuten später herrscht wieder absolute Ruhe auf dem VIVA-Gelände. Zurück bleiben ein paar verdrückte Becher, zwei leeren Chips-Packungen und eine Vielzahl an wildparkierten Velos vor den Gebäuden.

Wer sich in den Keller des VIVAs wagt, hört wieder diese Engelstimme und die Klänge eines Keyboards, einer Gitarre und eines Schlagzeugs. Der Jugendgottesdienst hat angefangen. Nach zwei bis drei Lobpreislieder kommen Raphael und Micha auf die Bühne für eine kurze Theaterszene zum heutigen Thema. Wer hat es schon erraten? Ja es geht um Gideon aus der Bibel und um die zwei Gottesbeweise mit der einmal nassen und einmal trockenen Wolle. Nach ein paar lustigen Szenen hält Micha einen kurzen Input und ermutigt die Jugendlichen auch in der heutigen Zeit wie Gideon Beweise von Gott einzufordern und nach ihm zu suchen. Danach üben die Band und die Teilnehmenden ein neues Lied "Tag und Nacht" ein. Wie es im Liedtext heisst kommt hier Freude auf im "Living Room", wie der Jugendgottesdienstraum genannt wird, und hoffentlich entfacht es viele kleine Feuer in den Herzen der Jugendlichen. Zum Abschluss singen alle mit beim Lied "My Lighthouse", welches als Namensgeber für den neuen Gottesdienst gilt. Im Anschluss folgen verschiedenste Infos zu den nächsten Angeboten und Events für Jugendliche und junge Erwachsene, wie zum Beispiel das PraiseCamp in Basel. Danach verschwinden die unter 16-Jährigen wie von Geisterhand, während der Rest sich um die Bar oder den Töggelikasten drängt, um gemütlich den Abend ausklingen zu lassen. Einige Bandmitglieder jammen noch etwas weiter auf ihren Instrumenten und geniessen die entspannte Atmosphäre.
Draussen steht immer noch der leergegessene Apérotisch einsam vor dem Chrüterhuus, später wird sich ein Leiter seiner Erbarmen und ihn liebevoll abputzen und wegräumen. Wer sich in den obersten Stock des Chrüterhuus wagt, erlebt eine lebhafte Überraschung. Da wird Billiard gespielt, getanzt, zusammen gelacht, in einer Ecke spielen einige Montagsmalen und in der andere entbrannt ein harter Fussballmatch am Töggelikasten. Die Musik des beliebten Spiels "Just Dance" belebt die Atmosphäre und sogar die Fussball-Spielenden wippen im Takt hin und her. Um 22h ist leider Schluss und die jüngeren Teilnehmenden werden nach Hause geschickt, was einige Leitende nicht daran hindert selber noch ein paar Mal die Hüfte zu schwingen. Unten im "Living Room" ist die Bar immer noch halbvoll, der Töggelikasten in Betrieb und auch wenn die Band ihre Instrumente schon versorgt hat und ein Helfer einen Besen hervorzaubert, herrscht keine Hektik bei den Anwesenden. Alles ist ruhig nach dem Sturm. Vielleicht erinnern sich die Anwesenden auch in den nächsten Wochen an die Lieder und Worte aus dem Leuchtturm «you are the peace in my troubled sea» und lernen so trotz unruhiger See im Alltag sicher und ruhig ans Ziel zu kommen. Auf alle Fälle steht der Leuchtturm weiterhin jeden zweiten Freitag für jederfrau und jedermann offen und leuchtet strahlend in die dunkle Nacht hinein.

Alle Infos und Daten sind hier zu finden: www.lighthouse27.ch

Bereitgestellt: 07.11.2018     Besuche: 106 Monat 
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