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Marcel Keller

Zweimonatsbild August/September 2018

Hiob und seine Freunde<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>evang-frauenfeld.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1019</div><div class='bid' style='display:none;'>8464</div><div class='usr' style='display:none;'>15</div>

„Hiob und seine Freunde“
Heinz Keller, Holzschnitt 1972

Ursula Bollack-Wüthrich,
Das Bild spricht eine deutliche Sprache; im Vordergrund ist einer ganz allein und hinten ist eine Gruppe von vier Männern und einem kleinen Mädchen mit einem gemusterten Kleid zu sehen.

Es sind die Freunde von Hiob, die ihn mit grossen, erstaunten, vielleicht sogar fassungslosen Augen angucken. „Wie kann der nur?“ Da ist Unverständnis auf ihren Gesichtern zu erkennen. Vielleicht warten sie ab, was Hiob machen, wie er reagieren wird. Es ist ein Innehalten auf dem Bild wahrnehmbar. Der eine Mann, wohl der Vater des Kindes, legt seinen Arm schützend über dessen Kopf. Ein anderer wiederum hat seine Hand an die Wange gelegt und beim Hintersten ist sie hinter dem Ohr, damit er ganz gut hört, falls Hiob sprechen würde. In einer Hand befindet sich ein Buch. Vielleicht kommen die Männer grad vom Gebet in der Synagoge zurück.

Hiob selbst, der im Vordergrund ist, hat seine schwieligen Hände gefaltet. Er ist ganz bei sich, hat sich abgewandt von seinen Freunden und schaut nach oben, still und abwartend auch er. Ob er auf Hilfe wartet, Wegweisung und vielleicht gar ein Stück Trost vom Ewigen? Man würde es ihm gönnen in all den grossen Herausforderungen seines Lebens.

Ursula Bollack-Wüthrich
Bereitgestellt: 01.08.2018     Besuche: 22 Monat 
aktualisiert mit kirchenweb.ch