Evangelische Kirchgemeinde Frauenfeld



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Bis nach 23:00 Uhr dauerte am Montagabend, 11.1.10, die mit 144 Gemeindegliedern gut besuchte Versammlung in der Stadtkirche. Mit Zustimmung zu allen drei Vorlagen erhielt die Vorsteherschaft grünes Licht in wichtigen Fragen.

Von Ackerknecht/Winkler, wolfgang.ackerknecht@evang-frauenfeld.ch

Nach der Vorstellung von Pfarrer Jürg Buchegger und seiner Gattin benutzten einige Kirchbürger/innen die Gelegenheit, Fragen zu stellen. In geheimer Abstimmung wurde der Pfarrer aus Fischenthal mit 134 Stimmen zum Nachfolger von Pfr. Ernst Gysel per Mitte Jahr gewählt.

Mehr Gesprächsstoff boten die Renovation- und Umbauarbeiten für das Pfarrhaus St. Johann (Kurzdorf). Während die Renovation des Wohnhauses praktisch keine Reaktionen auslöste, stellten einige Besucher hingegen den Einbau eines Zimmers mit Empfangsbereich im Untergeschoss in Frage. Vertreter der Baukommission konnten schliesslich die überwiegende Mehrheit der Stimmenden davon überzeugen, dass mit dem vorgelegten Konzept sinnvolle Möglichkeiten für spätere Nutzungsänderungen zur Verfügung stehen.

Mit vielen Fragen und Voten wurde die Diskussion auch beim Traktandum Budget 2010 benützt. Präsident und Pfleger zeigten die strukturellen Defizite der letzten Jahre sehr detailliert auf. Die Beibehaltung des Steuerfusses von 14 %, bisher der zweittiefste Steuerfuss im ganzen Kanton, hätte zu einer Erhöhung des Defizits auf rund Fr. 300'000 geführt. Mit der Steuerfusserhöhung von 2 %-Punkten können der erforderliche Unterhaltsaufwand und der höhere Abschreibungsbedarf gedeckt werden. Berücksichtigt man die Mehrbeträge dieser Kosten sowie die für die Sanierung der Pensionskasse PERKOS benötigten Mittel (ca. Fr. 21'000 für höhere Risikobeiträge), so bleibt der Aufwand gegenüber dem Vorjahr unverändert. Dies war nur möglich, weil Verwaltung und Kirchenvorsteherschaft bei diversen Positionen Einsparungen von insgesamt ca. Fr. 80'000 vorgenommen hatten. Ein Antrag, der die Erhöhung auf 1 % beschränken wollte, fand keine Zustimmung, weshalb schliesslich Budget und Steuerfusserhöhung von einer deutlichen Mehrheit gutgeheissen wurden.

Der Präsident dankte der Kirchgemeinde für das entgegengebrachte Vertrauen. Bevor er schliesslich zu später Stunde zum Schlummertrunk einlud, wurde noch die neue Mitarbeiterin der Kanzlei, Evelyne Schweizer, mit Applaus begrüsst.

 

publiziert am 12.01.2010



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